Sa 10.12.2011 · 20:00 Uhr Felix Franzke & Sebastian Wehle (D)

Die 2 in Leipzig lebenden jungen Musiker lernten sich im Jahr 2008 kennen und spielten seitdem auf vielen Sessions und in unterschiedlichen Besetzungen miteinander.
Anfang 2011 kristallisierte sich die Idee eines Duoprojekts heraus, da beide spürten, dass sie eine spezielle musikalische Ebene teilen und in kleineren Besetzungen ihre Stärken voll ausspielen können.
Schnell entdeckten die beiden die freie Improvisation für sich. Durch Felix Franzkes außergewöhnlichen Umgang mit verschiedenen Effekten entstehen Klangwelten, die nicht selten nach weit mehr als Gitarre klingen. Das Klangspektrum des Instruments wird so enorm erweitert. Mal rockig, schwebend, mal gegeneinander, mal miteinander bauen die Zwei ihre äußerst vielseitigen Sets auf. Das Saxophonspiel von Sebastian Wehle scheint zuweilen absolut rein und kultiviert, in anderen Momenten rasen wilde Tonkaskaden an den Ohren des Hörers vorbei, oder er bedient ausschließlich sein Mundstück für walartige Gesänge.
Immer auf der Suche nach unkonventionellen Klängen ergeben sich mal schräge, mal ungeahnt schöne Momente. Durch den großen Anteil an freien Improvisationen, die sich oftmals zu einem Songs entwickeln, wird jedes Konzert einzigartig. Äußerst
zeitgemäß, nicht einzuordnen, vielseitig beeinflusst, Jazz für den Moment.

Sebastian Wehle – Tenorsaxophon/Effekte/Percussions
Felix Franzke – Gitarre/Effekte

Weitere Infos finden Sie unter soundcloud.com/felixfranzke

Sa 03.12.2011 · 20:00 Uhr Hagen‑Hubert Möckel »Feuerzangenbowle«

Eine äußerst aromatische Lesung zur Weihnachtszeit

Die Feuerzangenbowle – bei diesem Filmtitel schwelgen wir unweigerlich in Erinnerungen. Sofort sehen wir Sie wieder – die wunderbar komödiantisch geprägten Szenen des legendären deutschen Films: „Wat is en Dampfmaschin?“ oder die dramatische Geschichte der die „alkoholische Gärung“. Also! „Sätzen sä säch“!

…und lauschen Sie einfach dieser ewigen Geschichte über die Schule, wie es sie nie gegeben hat und wohl auch nie wieder geben wird. Hagen Hubert Möckel liest Ihnen die Geschichte der “Feuerzangenbowle”. Dabei nutzt er die Romanvorlage von Heinrich Spoerl, aber auch die wohl etwas bekanntere Filmfassung.. So hören Sie allzu Vertrautes, aber auch – welch Freude – die Geschichten, die leider in keine der beiden Verfilmungen Eingang gefunden haben.

Hagen Hubert Möckel lässt es sich nicht nehmen, die Lesung durch die nicht ganz gewöhnliche Geschichte des Films zu ergänzen und mit einigen Anekdoten zu Heinz Rühmann auszuschmücken. Rühmann war nicht nur der Hauptdarsteller, sondern auch der Produzent des Films. Rühmann der Romantiker, war immer “Der kleine Mann”, der, dem wirklichen Leben zum Vorbild, am Schluss immer siegt. Auch wenn diese Siege eher etwas phantastischer Natur waren. Und auch der von Rühmann gesungenen Filmsong “Ich brech die Herzen der stolzesten Frauen“ besitzt in der Biografie des Künstlers seine Entsprechung.

…und hören wir zu, wenn Heinz Rühmann sagt: „So eine Bowle hat es in sich. Nicht wegen des Katers; das ist eine andere Sache. Eine Feuerzangenbowle ist keine Bowle. Sie ist ein Mittelding zwischen Gesöff und Hexerei. Weich und warm hüllt sie die Seele ein, nimmt die Erdenschwere hinweg und löst alles auf in Dunst und Nebel“. Ganz nebenbei wird Hagen Hubert Möckel sein Publikum während der Lesung mit den Zutaten, der Zubereitung und der Zeremonie einer Feuerzangenbowle ebenso bekannt machen, wie mit dem Geschmack dieses ebenso hochprozentigen wie anregenden Getränks.

Hagen Hubert Möckel wünscht einen schönen Abend!

Weitere Infos finden Sie unter www.agenturherden.de

Sa 19.11.2011 · 20:00 Uhr »WIRR – WOO – LAA´S oder Ist das Kunst?

Eine experimentelle Homage an Kurt Schwitters

Hella von Ploetz und Hagen Möckel gestalteten eine einzigartige Hommage an Kurt Schwitters. Bei Textmontage und szenischer Umsetzung hielten sich die beiden Künstler an das Vorbild von Schwitters‘ dadaistischen Vortragsabenden sowie dessen Collageprinzip in der Merz-Kunst: Sie schnitzeln Lautgedichte und Lieder zusammen, absurde Clownerien und Romantik reichen sich die Hand.

In einer mitreißenden Performance präsentiert Hagen Möckel und Hella von Ploetz als Musikerin Lyrik, Prosa und Lieder des Dadaisten der ersten Stunde Kurt Schwitters.

Hella von Ploetz begleitet an der Glasharfe (Cristal) den schauspielenden Rezitator Hagen Möckel, der in diesem Programm mit seinem ganzes Stimm- und Ausdrucksregister ein imposantes Feuerwerk der Lautmalerei zu zeichnen versucht.

Mit und ohne Worte – Töne wie Musik!
Scheinbar unverständlich und doch unverkennbar deutsch CeIGeAErrErr wird da über Zigarren siniert oder eine Liebe zu Anna Blume offenbart. Der Zuschauer entscheidet selbst, welche Bilder und Geschichten entstehen. Neben Zungenakrobatik und Lautmalerei bieten die Texte von Kurt Schwitters vielschichtige Unterhaltung: Sie sind humorvoll, tiefgründig und voller Poesie.

Anspruchsvoll und Außergewöhnlich
Das Werk von Kurt Schwitters gilt nicht nur in Künstler und Insiderkreisen als renommiert und epochal. „WIRR – WOO – LAA´S oder Ist das Kunst?“ ist überraschend, vielseitig, witzig und energiegeladen.

Das neue Programm von Hella von Ploetz und Hagen Möckel beleuchten das Schwittersche Allroundtalent, den anarchischen Witz und die Liebe zu seiner Frau Helma. Dabei verfallen die Künstler jedoch niemals in Sentimentalität. Dieses Duett ist nicht nur wegen Schwitters ein seltener Genuss.

Eine DaDa Vorführung die auch das Instrument Glasharfe (Cristal), gespielt von Hella von Ploetz, zu sehr ungewöhnlichen aber sehr intensiven Klängen in besonderem Licht erscheinen lässt.

Kurt Schwitters‘ längerfristige Wirkung kann einem unterirdisch in alle Richtungen fliessenden Strom verglichen werden, irgendwo zwischen Gertrude Stein und Marcel Duchamp: er begeisterte die Beats, sein Zugriff auf die Reklame lebte in der Pop-Art weiter, seine Feste und Auftritte gingen den Happenings und Performances voraus, Schwitters‘ Lautgedichte beeinflussten die poésie sonore, seine Lyrik die konkrete Poesie, seine MERZ-Bühne antizipierte das Living Theatre, das Theater der neuen Objektivität, und wenn man Greil Marcus paraphrasieren will, so dröhnt sein Non-Sense-Bellen noch im blöden Brummen des Punk fort.

So haben sich beide Künstler in Ihrem Programm zur Aufgabe gemacht an eine Künstler zu erinnern, der einmal bemerkte:
„Wenn du mich nicht siehst, so brauche ich deshalb und desdreiviertel doch nicht unanwesend zu sein“.

Fr 18.11.2011 · 20:00 Uhr Sunna Huygen »Die Helden sind müde«

Ein Kabarettabend mit Politik und Poesie

Es geht um Bauarbeiterinnen und Bischöfe, Bohrinseln und Brückentechnologien, aber auch um Rilke, Goethe und die Schönheit der Jahreszeiten. Diese Welt hat viel zu bieten und wir sind ihre Helden. Manchmal sind wir davon schon am Mittag müde. Wie sollen wir sie aushalten, die guten und die schlechten Dinge? Sunna sagt dann immer: Daraus mach ich Kabarett!

Sunna Huygen
Die 30jährige kommt aus Bonn; verdient ihr Geld als Tischlerin und
arbeitet an ihrer Karriere als Kabarettistin.
Nach dem Abitur entschied sie „Ich will etwas mit Holz machen“. Sunna Huygen ging nach Abschluß ihrer Ausbildung 2003 vier Jahre auf die Walz.
2007 zeichnete und schrieb sie die kleine Broschüre „Das Suhemi“. Zurückgekehrt ins Rheinland baute sie sich in neun Monaten einen Bauwagen.

Sa 12.11.2011 · 20:00 Uhr Apfelkomp(l)ott (D)

Apfelkomp(l)ott sind drei junge, attraktive, genüssliche, schwebende Studenten aus Leipzig.
Sie schreiben ihre Welt auf Papier um sie danach wieder in Gedanken zu verwandeln! Dabei gibt es keine Regeln oder Dogmen. Nur sie zählen in diesen Momenten.

Sebastian Wehle – Saxophone
Robert Lucaciu – Kontrabass
Philipp Scholz – Schlagzeug

Weitere Infos finden Sie unter www.myspace.com/apfelkomplott

Sa 16.04.2011 · 20:00 Uhr Pierre Bosolum »Zeitloopen« (D)

Mit Gesang, Flügel, Groofant und Loopmaschine wird Pierre Bosolum das tickende Universum des jazzflag unter die Lupe nehmen!
Und mit musikalischem Gespür und einer Unruh im Herzen auf eine 88 minütige Entdeckungsreise gehen. Mit eigenen Kompositionen und charismatischem Gesang wird er einbiegen in die Erdkrümmung, die Zeitkrümmung und sich bewegen mit Zeitverzögerung und rasendem Tempo in Zeitschleifen bis ans Ende der Zeit.

Als Novum begleitet ihn diesmal Sebastian Brandt (dr).

Weitere Infos finden Sie unter www.bosolum.de

Sa 08.04.2011 · 20:00 UhrCastravez (D/CH/R)

Zeitgenössischer Jazz mit kammermusikalischer Attitude, so lässt sich die Musik des jungen multinationalen Quintetts vielleicht beschreiben.

Die Kompositionen des aufstrebenden Künstler Robert Lucaciu (D) bilden die musikalische Grundlage von Castravez. Sie nehmen Bezug auf zeitgenössische „ausnotierte“ Kammermusik; und doch leben ihre Klänge von der Spontaneität freier Improvisationen.

Obwohl die Band erst seit September 2009 besteht wurden sie bereits im November des Jahres zum renommierten Wettbewerb „Future Sounds 2009“ der Leverkusener Jazztage eingeladen. Dort waren sie Support für Marcus Miller und Avishai Cohen.

Bassisten bilden das Herz der meisten Bands. Dennoch gibt es nicht allzu viele, die von dieser oft so mittigen Position aus die Musik auch kompositorisch entscheidend (um-)gestalten und ihre Rolle im Ensemble neu definieren wollen.
Umso mehr begrüße ich die viel versprechende erste CD eines jungen Kontrabassisten, Komponisten und Bandleaders….
Es gibt nur wenige junge Bassisten, die wie Robert Lucaciu klingen und die so konsequent an ihrer eigenen Musik arbeiten und schon im Begriff sind, eine eigene kompositorische Handschrift zu entwickeln und dabei nachdenken über Ensemblemusik, ihre Rolle als Bassist – oder unterschiedliche Rollen, in die man schlüpfen kann, Entwicklungen, die passieren können in der Musik, Kontraste, Kontrapunkt, Texturen, Geräusche…
Achim Kaufmann
Berlin, November 2010

Weitere Infos finden Sie unter www.myspace.com/castravez

Sa 02.04.2011 · 20:00 Uhr »StINgSPIRATION«

!!!ZUSATZKONZERT!!!

Wer Musik von Sting hört, ahnt den Hauch seiner schlichten Genialität. Wer sich mit seiner Musik beschäftigt, begreift die geniale Schlichtheit seiner Songs, die immer wieder auch überraschen. Wer einmal Songs wie »Fragile«, »Shape of my Heart« oder »Englishman in New York« gehört hat, wird sich ihnen wohl kaum wieder entziehen können.
So erging es auch Christine Berger-Brandt und den von ihr inspirierten Gesangsschülern.
Im Ergebnis entstand ein vielseitiges Porträt des Künstlers zwischen Rockmusik aus seinen frühen Police-Zeiten, Popballaden aller erster Güte bis hin zu jazzigen Songs. Vielleicht werden auch Sie durch diesen Abend inspiriert, ihm in seine anderen stilistischen Ausflüge zu begleiten.

Die Solisten werden begleitet von Clemens Oerding (g), Kaspar Domke (b) und Sebastian Brandt (dr), welcher auch die Arrangements geschrieben hat.

Im Rahmen der 2. Veranstaltungsreihe »1 Monat Vollmond« im jazzflag vom 11.02.2011 bis 19.03.2011 finden Freitags und Samstags diverse Veranstaltungen statt.

Sa 19.03.2011 · 20:00 Uhr Andrea Ummenberger »Süden ist überall – ein Single im Urlaub«

Andrea Ummenberger präsentiert ihr neues Solo-Programm mit be¬kanntem Charme und der Selbstironie einer Frau, die weiß das die Brücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit nicht nur schwer zu finden, sondern auch sehr schmal ist.
Musikalische Reisebegleitung bieten Songs von Veronika Fischer, Nena, Ulla Meinecke, Hildegard Knef, Spliff und Peter Cornelius, die Gitarre dazu spielt Siegfried v. d. Heide.

Im Rahmen der 2. Veranstaltungsreihe »1 Monat Vollmond« im jazzflag vom 11.02.2011 bis 19.03.2011 finden Freitags und Samstags diverse Veranstaltungen statt.

Fr 12.03.2011 · 20:00 Uhr Hagen‑Hubert Möckel »Lyrikgarten«

Wie spannend und vor allem heiter Lyrik sein kann, versucht Hagen-Hubert Möckel in seinem Programm »Lyrikgarten« zu zeigen.
Durch gespielte Lyrik aus verschiedenen Zeitab-schnitten möchte er die Schönheit von Gedichten demonstrieren und damit das Interesse an diesen und deren Schriftstellern wecken.
So werden Sie Gedichte, unter anderem von Ernst Jandl, natürlich von Goethe, Ringelnatz, Morgenstern und Robert Gernhardt nicht nur hören, sondern vor allem auch sehen.

Im Rahmen der 2. Veranstaltungsreihe »1 Monat Vollmond« im jazzflag vom 11.02.2011 bis 19.03.2011 finden Freitags und Samstags diverse Veranstaltungen statt.